-Sitzung des Überherrner Gemeinderates am 12. Juli 2022-

Der 22. Juni 2022 wird aus wirtschaftlicher und arbeitsmarktpolitischer Sicht als ein rabenschwarze Tag in die Geschichte unserer Region eingehen.

Die Mitglieder des Gemeinderates der Gemeinde Überherrn verurteilen die Entscheidung des europäischen Managements der Ford Werke aufs schärfste und erklären sich gleichzeitig solidarisch mit den Beschäftigten von Ford und der anhängenden Zulieferbetriebe.

Nachdem bereits vier Jahre andauernden Martyrium, der betroffenen Beschäftigten und ihrer Familien hinsichtlich Existenzängsten und dem damit verbundenen psychischen Druck, hätten die Beschäftigten eine klare Perspektive und eine damit verbundene Arbeitsplatzsicherung verdient.

Die Beschäftigten haben über fünf Jahrzehnte eine sehr hohe Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Zuverlässigkeit bewiesen. Das Saarlouiser Ford Werk war und ist einer der produktivsten Automobil-Produktionsstandorte Europas.

Der Abbau der dritten Schicht, der Produktionsstopp des Ford C-Max und auch der zuletzt unfair verlaufene Bieterwettbewerb zwischen zwei Werken und zwei Regionen sind nur die wesentlichsten Etappen dieser unwürdigen Managementstrategie der vergangenen Jahre.

Auch in der Großgemeinde Überherrn sind über 170 Haushalte von Beschäftigten der Zulieferbetriebe und der Ford-Werke selbst von dieser dramatischen Entscheidung direkt betroffen. Diese Zahl ist allerdings nur die direkt sichtbare, viele weitere Menschen die im mittelbaren Umfeld ihr täglich Brot verdient haben, werden ebenfalls Einschnitte bis hin zum Arbeitsplatzverlust erleiden.

Diesen Menschen gilt unsere Solidarität und auch Unterstützung bei der Arbeitsplatzsicherung und Suche von weiteren neuen Beschäftigungsverhältnissen.

Wir fordern die verantwortlichen Ford-Manager auf, endlich ihrer Verantwortung für die Menschen und Regionen gerecht zu werden, neue Produkte hier zu platzieren, Beschäftigung zu generieren und Perspektiven einer erfolgreichen Zukunft hier aufzuzeigen.

Überherrn, im Juli 2022

Der Gemeinderat