Wappen BerusDie ehemalige mittelalterliche Bergstadt Berus, deren Ursprünge bis in römische und vorrömische Zeit zurückreichen, vereint wie kaum ein anderer Ort die Geschichte in ihren Mauern.

1235 und 1248 wurde Berus urkundlich erstmals als „Bellus Ramus“ (schöner Zweig oder schöne Bergnase) erwähnt. Zu dieser Zeit war der Ort bereits eine von den lothringischen Herzögen errichtete Bergfestung mit eigenen Stadtrechten und eigener Gerichtsbarkeit.
Von den ehemaligen Befestigungen sind nach mehrfacher Zerstörung der Bergstadt nur noch Teile erhalten.
Sie entstanden meist während der von 1544 bis 1581 dauernden Herrschaft der Gräfin Anna von Isenburg.
Unter ihr erlebte die 1540 bei einer Feuersbrunst völlig zerstörte Stadt eine neue Blütezeit, während der viele Gebäude und das Schloss wieder aufgebaut wurden.

Nach Belagerung und schweren Zerstörungen durch Schweden und Franzosen im 30-jährigen Krieg verlor Berus seine alte Bedeutung als Sitz einer von Lothringen lehnsabhängigen Herrschaft.
Viele Baudenkmäler künden aber auch heute noch von der einstmals blühenden mittelalterlichen Burgstadt, so zum Beispiel die Torhäuser „Scharfeneck“ und „Schloss“ und das so genannte „Phillips-Haus“ (Bannhaus).

Berus ist ein beliebter Wohnort. Außerhalb der alten Stadtgrenzen entstanden mehrere Wohngebiete mit guter Lebensqualität.