Wappen der WohnstadtDie Wohnstadt ist der jüngste Ortsteil der Gemeinde Überherrn. Ursprünglich sollten hier 20.000 Menschen wohnen – und in der im Bau befindlichen Großschachtanlage Warndt arbeiten.
1959 lobte das Bauministerium einen Städtebauwettbewerb aus. Der bekannte Städteplaner Gerhard Dittrich aus Nürnberg und zwei junge saarländische Architekten, Dr. Karl Hanus aus Saarlouis und Hanns Schönecker aus St. Ingbert, erhielten den Auftrag die „Neue Stadt“ zu planen.
Die Häuser und Wohnungen liegen an grünen Wegen, die von den Autostraßen getrennt wurden. An einigen wenigen Stellen wurden „Sammelgaragen“ konzentriert.
Im ersten Bauabschnitt entstanden rund 600 Wohnungen in Eigenheimen. Die ersten Familien zogen 1965 ein. Die Schule, die bereits vor den meisten Häusern fertig geworden war, wurde mit Beginn des Schuljahres 1966 Anfang April ihrer Bestimmung übergeben.
Zum Jahreswechsel 1966/67 zählte die Wohnstadt 1312 Einwohner, ein Jahr später waren es schon über 2000 und im Juni 1971 sogar 2333. Als erster Teil des geplanten Pfarrzentrums entstand 1972 der Kindergarten, der im Oktober 1973 seiner Bestimmung übergeben wurde.
Am 25. Juni 1979 fiel eine für die Wohnstadt sehr bedeutsame Entscheidung: Sie wurde eigenständiger Gemeindebezirk. Im gleichen Jahr wurde der Grundstein für die Kirche gelegt. Sie wurde am 27. August 1981 eingeweiht. Schnell entwickelte sich in der Wohnstadt auch ein reges Vereinsleben.